Die Hörer - eine amtliche Intervention

Zwei Mitglieder einer merkwürdigen Behörde, zwei Spezialisten zur Überprüfung akustischer Verhältnisse, Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg, ausführlicher Assistent, betreten unangekündigt den Klassenraum mit einem Wagen voll eigentümlicher Geräte. Sie beginnen mit den verschiedensten Untersuchungen, messen Lautstärken und Leisigkeits-Verständnisminimale, schieben Stühle, quietschen mit Kreide, sprechen merkwürdige Texte, überprüfen mit dem Geigenbogen, bringen den Raum zum Klingen und die Kinder zum Lauschen … Nach und nach verwickeln sie die Kinder in ihre Experimente und sensibilisieren sie so für das Hören im Allgemeinen und das Aufeinander-Hören im Speziellen. Der alltägliche Klassenraum verwandelt sich durch das bloße Hören in einen besonderen, magischen Ort.

Von und mit: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte

Musikalische Beratung: Matthias Kaul

Texte: Oskar Pastior

 

„Die Hörer“ erhielten den JUNGE OHREN Preis 2013 in der Kategorie LabOhr mit folgender Begründung:

 

„Die Hörer“ ist ein überraschender Lauschangriff auf den ungeordneten, überhörten Lärm im Klassenzimmer… Die Kinder werden in einer skurrilen Laboratmosphäre mit Geräuschen aus ihrem Klassenzimmer und dadaistischen Texten konfrontiert. Sie sind fasziniert von den Erkenntnissen und werden zu konzentriertem Lauschen verführt. Ein mitreißendes Projekt, das an möglichst vielen Schulen aufgeführt werden sollte."

 

„Die Hörer“ waren auch auf das Norddeutsche Theaterfestival „Hart am Wind“ 2016 eingeladen:

 

 

 „Die Hörer macht Lust aufs Hinhören, aufs Wahrnehmen von Geräuschen und Sprache.  Die Hörer ist eine das Gehör schulende Intervention, die dem Genuss von Musik den Weg bereitet. Sie spielt sympathisch und mit einem Augenzwinkern mit Dadaismus und Neuer Musik. Sie poltert in den eben noch gewöhnlichen Unterricht, mischt ihn auf.  Das Stück zieht die Kinder durch seine Schrulligkeit und den auf die Zielgruppe eingehenden Humor völlig in seinen Bann.“

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