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MÄRZ

APRIL

MAI

JUNI

Premieren

Terra culinaria Oder Über Essen.

Ein theatraler Audiowalk von Theater Kormoran

Essen ist Alltag.

Essen ist Heimat.

Über das Essen finden wir uns als Gemeinschaft zusammen und grenzen uns ab.

Der scheinbar private Akt repräsentiert die Gesamtheit der gesellschaftlichen Strukturen und ist somit hoch politisch.

Kinder und Erwachsene, Menschen jeden Alters und jeder Herkunft machen sich gemeinsam auf zu einer Expedition durch Jürgensby ein. Wir blicken in fremde Kochtöpfe, nehmen an der Familientafel Platz, suchen nach Orten des Essens und den Geschichten, die dahinter stecken. Wir nehmen den Vorgang des Essens unter die Lupe und erkunden ihn: als Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzung und als Abbild von Gemeinschaften.

Auditive und theatrale Elemente werden sich bei diesem sinnlichen Stadtspaziergang abwechseln. Auf der Suche nach Essgewohnheiten, Erkenntnissen über unser Verhältnis zur Nahrung und zueinander, spazieren wir durch die Gassen und denken über die grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen nach: Essen und Geselligkeit. Die Zuschauer sind eingeladen, den alltäglichen Raum neu wahrzunehmen und ihr eigenes Essverhalten zu hinterfragen.

Konzept: Caroline Heinemann, Elisa Priester, Svenja Wolff
Spiel: Elisa Priester
(Audio-)Regie: Svenja Wolff, Isabel Herling
Dramaturgie: Caroline Heinemann 

Termine: 25./ 26./ 27. Mai
und 1./ 2./ 3./ 8./ 9./ 10. Juni 

Götzendämmerung. Post-fuck-tische Ergüsse zum Zeitgeschehen

Die Wahrheiten haben ihre Zeit hinter sich. Mit ihrem Abgang klafft eine gigantische Wunde im sozialen Gefüge. Doch anstatt zukunftsfähige, emanzipatorische Strukturen zu erkämpfen, fühlen sich viele Bürger als Opfer, träumen lieber von der "viel besseren Vergangenheit". Sie setzen ihr Vertrauen in "allmächtige Männer", die sich selbst wie Götter inszenieren und Besitzstandswahrung versprechen: Alte Privilegien sollen wiederhergestellt werden - um jeden Preis.

In "Götzendämmerung" schreien die Schauspieler gegen die Turbulenzen dieser Zeit an. Sie kämpfen um einen eigenen Standpunkt und suchen vergeblich im Unzeitgemäßen nordischer Mythen, Richard Wagners und Friedrich Nietzsches nach Stützen. Sie loten aus, wann sie selbst welcher Wahrheit verpflichtet sind und versuchen den neuen Götzen auf Augenhöhe zu begegnen. Ihre Wut, ihre Verzweiflung, ihre Sehnsüchte ergießen sich in immer neuen Tiraden auf die Bühne, bilden einen vor Zynismus triefenden Boden, auf dem ihnen nicht viel mehr übrig bleibt, als ihre eigenen Körper tanzend gegen die Wirklichkeit zu stellen.

Regieteam: Peer Ripberger u.a.
Auf der Bühnemit: Anaela Dörre u.a.


Termine: 15./ 16./ 17./ 22./ 23./ 24./ 29./ 30. Juni
und: 1./ 6./ 7./ 8. Juli 

Repertoire

Am eigenen Leib

Selbst.Ent.Würfe

Angeblich gab es noch keine Generation Frauen, der so viele Möglichkeiten offen standen, so viele Studiengänge, Identitäten, Reisen, Informationen, Berufe, Freiheiten... Aber was sind die Wünsche, Visionen, Erwartungen junger Frauen? Was sind ihre Selbstentwürfe? Und wie stehen sie zu denBildern, die immer schon vor ihnen da sind? Die Vor-Bilder von Schönheit, Glattheit, Erfolg - aus Filmen, Musikvideos, Serien, Werbung, Facebook. Der eigene Körper wird Werbeoberfläche der erfolgreichen Selbstoptimierung. Das Selbst wird verkauft auf dem Markt der Identitäten, Karrieren,Wettbewerbe. Und mit den Bildern, die sie von sich selbst veröffentlichen, setzen sich die jungenFrauen wieder gegenseitig unter Druck.Die drei jungen Darstellerinnen untersuchen am eigenen Leib die Wirkungen und Wechselwirkungendieser Bilder. Sie sehen sich Fotos anderer an und filmen sich selbst, erzählen, schimpfen, träumen,schreiben sich selbst Briefe, projizieren und werden Projektionsfläche, tanzen und taumeln.

Regie: Elisabeth Bohde
Auf der Bühne: Anaela Dörre, Lotta Bohde, Maren Seidel

Termine: 9./ 10./ 11./ 16./ 17./ 18. März  

Herakles oder die Kunst der Unzulänglichkeit

Performative Video-Installation

Er besiegte die Hydra, entführte den Höllenhund aus der Unterwelt und pflückte die goldenen Äpfel der Hesperiden - mit seinen zwölf Arbeiten erkämpfte sich Herakles einen Platz im Olymp.

Was in der Antike ein einmaliges Wunder war, akzeptieren wir heute als Messlatte unseres Selbstbilds. Die moderne Leistungsgesellschaft stellt eine Aufgabe nach der nächsten, verspricht aber statt „nie endendem Ruhm“ nur eines: noch mehr Aufgaben, deren erhöhte Frequenz (uns) Selbstoptimierern eine perverse Lust verschafft.

Die Video-Installation verknüpft autobiographische Episoden mit dem Mythos des Herakles - besser bekannt als Herkules - und fragt nach einer Kunst der Unzulänglichkeit, nach einem „Jenseits“ der Leistung, die Medien, Ausbildungseinrichtungen und Arbeitsplätze von uns erwarten. Zu sehen ist eine queere Collage aus antikem Schönheitsideal, popkultureller Video-Clip-Ästhetik und politischen Pamphleten, die zum Widerstand gegen das Leistungsparadigma aufruft.

Konzept und auf der Bühne: Peer Ripberger

Termine: 23./ 24./ 25. März 

Die Verwandlung

Ein Kammer – Spiel für Franz Kafka

„Die Verwandlung“ von Franz Kafka ist eine der berühmtesten Erzählungen der Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte des Gregor Samsa, der als Käfer erwacht, ist so einfach wie rätselhaft, so konsequent wie erschreckend.

Diese Erzählung ins Theater zu bringen kann nicht bedeuten, sie zu illustrieren, zu dramatisieren oder zu zeigen, sondern dem Text einen Raum zu geben, in dem er sich entfalten kann. Torsten Schütte und Uwe Schade lesen, sprechen, flüstern den Text, das Cello wird zum Käfer, der Vater zur Pappfigur, der Raum verwandelt sich. Die Zuschauer+innen sind umgeben von Geräuschen, sind den auf- und zuklappenden Türen ausgeliefert und finden sich selbst in der Kammer Gregor Samsas wieder.

Das Flensburger Tageblatt schrieb anlässlich der Premiere: „Und es werden, ohne den Schrecken zu nehmen, auch die grotesken und komischen Seiten Kafkas deutlich, tragikomische Situationen werden kongruent umgesetzt und das Publikum kann befreit lachen. Eine beeindruckende Premiere.“

Regie: Elisabeth Bohde
mit Torsten Schütte, Uwe Schade

Termine: 30./ 31. März
und 1./ 6./ 7./ 8./ 20./ 21./ 22. April 

Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum

Kafkas literarisches Sanatorium

Als Franz Kafka eines Nachmittags den auf dem Sofa schlafenden Vater seines Freundes Max Brod weckt, flüsterte er ihm zu: „Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum“. Der Schlaf, Halbschlaf, Traum und auch nur das schlichte Rumliegen sind der Ausgangspunkt von Kafkas Texten und so dürfen auch Sie im Theater rumliegen, träumen und zuhören.

Was ist Kafkas Werk? Nur die 350 Druckseiten, die er veröffentlicht hat, oder das, was sein Freund Max Brod herausgegeben hat? Oder einfach alles, was er geschrieben hat: Tagebücher, Fragmente, Briefe? Kafkas Anspruch an das Geschriebene, seine Geschlossenheit, seine Wahrhaftigkeit, war unmenschlich hoch. Konnten die Texte so je fertig werden? So sind die Fragmente und Tagebücher voll verborgener Kostbarkeiten, dunkler Abgründe und leuchtender Erkenntnisse. Wir haben die schönsten, die sinnfälligsten, die rätselhaftesten Texte ausgesucht und zu einer neuen Einheit verwoben und laden Sie ein, einzutauchen in das Gespinst von Kafkas „traumhaften inneren Leben“, das Sie vielleicht an Ihres erinnert.

Regieteam: Elisabeth Bohde, Roy Spahn

mit Elisabeth Bohde, Torsten Schütte, Uwe Schade

Termine: 4./ 5./ 6./ 11./ 12./ 13./ 18./ 19./ 20. Mai 

Fett. Mein BMI ist höher als Dein IQ, Bitch

Spätestens als britische Forscher erklärten, die übergewichtigen Menschen seien schuld am Klimawandel, wurde deutlich, dass erneut eine Form der Hexenjagd stattfindet. Die Zielpersonen sind die sogenannten Fetten. Aber was ist dran an den vielen Studien, den angeblichen Folgekrankheiten, den scheinbar horrenden Mehrkosten, die »die Dicken« mit ihrem ungezügelten Appetit verursachen? Wohin bringt uns der permanente Zwang, dünn zu sein? Was folgt politisch aus der Verteufelung der Adipositas? Und wie lebt es sich als »Dicke« in einer solchen Gesellschaft? Leistungsdruck, Selbstoptimierung, wechselnde Diäten. Nicht nur die »Fetten« leiden unter diesen Imperativen. Lotta Bohde und Elisabeth Bohde stellen sich der Normierung des Körpers, verweigern sich ihr, klagen sie an. Sprechen über eigene Erfahrungen, über Fremdbestimmung und kapitalistische Vereinnahmung. Rufen zur Solidarität unter allen Gewichtsklassen auf.

Auf der Bühne: Elisabeth Bohde, Lotta Bohde
Regie: Peer Ripberger

Kritik im Flensburger Tageblatt vom 18.09.2016: 

"Fette Anklage aus der Pilkentafel"

Im Zusammenspiel mit Lautsprecher- und Leinwandpräsentation prangern die beiden Frauen einen gesellschaftlichen Zwang zur Körperperfektionierung an, stellen sich widersprechende Aussagen über vermeintlich gesundes Verhalten bloß und Vorurteile über dicke Menschen in Frage. „Glaubt ihr wirklich, wir sitzen den ganzen Tag auf dem Sofa und fressen Chips?“, fragt Elisabeth Bode klagend ins Publikum.

Herr SCH spricht

Ein Schauspieler spricht fremde Texte, ist ein Lautsprecher, ein Sprachrohr. Er hat gelernt zusprechen, laut, deutlich, ausdrucksstark. Er eignet sich die fremden Texte an, schmückt sich mit fremden Federn ...
Aber was passiert, wenn er in eigener Sache spricht, seinen eigenen Text? Über sich selbst spricht? Was hat er zu sagen? Hat er was zu sagen? Erheben wir unsere Stimme oder geben wir sie bei Wahlen ab? Wer spricht in wessen Namen? Wer hat hier überhaupt was zu sagen? Nur die da oben? Wo oben? Und wer ist das Volk? Und die Zuschauer? Haben die auch was zu sagen? Und wenn alle sprechen und keiner zuhört? Ist das dann Demokratie?
Torsten Schütte spricht seit mehr als 30 Jahren und in vielleicht 3000 Aufführungen vor, für oder zu Zuschauern. Zeit, diesen Vorgang zu hinterfragen: persönlich, politisch, performativ. Ein Abend quer durch große Texte von Heinrich von Kleist bis Rainald Goetz, mit E-Gitarre und Schubertlied. Eine Auffüh- rung, die wach macht für Zwischentöne und bei der niemand weiß, wer wann spielt und wer echt ist. 

Auf der Bühne: Torsten Schütte
Regie: Elisabeth Bohde

Das Robin-Hood-Experiment.

Widerstand in Strumpfhosen 

Kaum ein Held des Mittelalters hat sich mehr für die Armen eingesetzt. Oder sich so entschlossen von seinen eigenen Privilegien losgesagt, um im Wald eine Form des Urkommunismus zu leben. Wir alle kennen ihn aus Kindheitstagen: Robin Hood. Doch was bleibt, wenn das Kindliche verflogen ist? Wenn das Märchen auf den Neoliberalismus des 21. Jahrhunderts trifft?
Anaela Dörre und Peer Ripberger nehmen sich Robin Hood als Vorbild und starten einen Selbstversuch: in der Natur leben und auf der Straße, den städtischen Raum Flensburgs für künstlerische Interventionen nutzen, sich sozial engagieren und Eigentumsverhältnisse hinterfragen.
Auf der Bühne erzählen sie die Geschichte des Robin Hood und berichten von ihren eigenen Erlebnissen. Zu sehen ist eine Collage aus Märchen und Realität: Videos, Fotos und Fragmente alter Sagen. Aktivismus, Utopien und die Lust auf Abenteuer. Tatendrang, Schlaflosigkeit und Sehnsucht nach politischer Veränderung. Kann der Kampf des Robin Hood im heutigen Flensburg weitergekämpft werden oder verfehlt der Pfeil sein Ziel? 

Auf der Bühne: Anaela Dörre, Peer Ripberger
Konzept: Peer Ripberger

Kritik im Flensburger Tageblatt vom 31.10.2016:

"Robin Hood: Widerstand in Strumpfhosen"

Man atmet durch und fühlt mit, wenn das Stück vorüber ist. Es endet versöhnlich, fast idyllisch: Ein junges Paar sitzt vor einem beleuchteten Zelt an einem See. Es ist aber nicht das Happy End einer aufwühlenden Beziehungsgeschichte, sondern die Erschöpfung nach einem wahren Bühnenfuror. In der Theaterwerkstatt Pilkentafel hat die junge Generation mit der aktuellen Inszenierung 'Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen' ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.

Ein bisschen mehr muss man schon sehen

oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte
Premiere von cobragianni.cobra

Zwei männliche Körper und eine glitzernde Zauberkugel üben sich mit Schweiß und Haar an der Unterwanderung der eigenen Geschlechter-Bilder.

In der gängigen Akt-Fotografie stehen weibliche Körper einer männlichen Betrachtung zur Verfügung. Nackte Männerkörper folgen hingegen zumeist einer Idee der männlichen Selbsterbauung. Auch die Werbefotografie führt ein hartes Regime sich immer wiederholender, eindeutiger Abbildung geschlechtlicher Körper. Sanfte Frauen, harte Männer, offene Münder, gespannte Muskeln, Verfügbarkeit und Verfügungsmacht. Aber was ändert sich, wenn ein männlicher Körper eine weibliche Pose einnimmt? Kann ein anderer Blickwinkel das Geschlecht des betrachteten Körpers unterlaufen? Welche Ideen von Mensch, Körper und Zusammenleben lassen sich erreichen, wenn die Körper durch Licht und Kostüm bis zur Unkenntlichkeit verändert werden?

Eine fließende Montage von sich ständig verändernden, widersprechenden Körperbildern in Bewegung, Pose, Handlung und Stillstand.

Konzept & auf der Bühne: Dennis Dieter Kopp, Manuel Melzer
Dramaturgie: Isabel 'Eazy' Schwenk

In Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim
Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Flensburg

Extras

Essen in Gesellschaft

Ein kulinarisches blind date.

Der Esstisch ist ein Ort der Gemeinschaft – selbst gewählt, zufällig zusammengewürfelt oder verwandtschaftsbedingt. Der Esstisch ist auch Verhandlungsort und Ausdruck der eigenen Identität – die Mahlzeit kann Heimat sein und Ausdruck von Gesinnung, Persönlichkeit und Stil.

Wir wollen die Bedeutung des Esstisches als Ort der Begegnung und des Gesprächs nutzen und zuspitzen: Menschen, die einander nicht kennen, treffen sich am Tisch eines Gastgebers, der seine Gäste noch nie zuvor gesehen hat. Unerwartete Begegnungen finden statt, neue kulinarische Erfahrungen werden gesammelt und Unterhaltungen entstehen, die es an der eigenen Tafel nicht geben würde.

Die Künstlerinnen von THEATER KORMORAN begleiten diese Zusammenkünfte, experimentieren mit Formaten des Tischgesprächs, flechten spielerische und theatrale Elemente ein, sodass die alltägliche Wahrnehmung des Essens verschoben und neue Perspektiven möglich werden.

Konzeption und Durchführung: Caroline Heinemann, Elisa Priester, Svenja Wolff

Termine: 22. März, 14. April 

Abendbrot mit Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg

Seit Jahren stürmen Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und ihr Assistent Mörg im Auftrag des Amts zur Überprüfung akustischer Phänomene Klassenzimmer, um ihre Experimente durch- zuführen und die Schüler+innen zum Hören zu ver-führen. Sie untersuchen Vokalisen, Gimpelstifte und Hörgericht, verführen zu Stuhlkippel-Konzerten und alles wird zu Musik in den Ohren der Hörer+innen.

Die Hörer ist der Titel dieses Erfolgsstücks der Pilkentafel. Es wurde mit dem Junge Ohren Preis ausgezeichnet, war auf Festivals in Linz und Hamburg eingeladen, nur Sie – unser Flensburger Publikum – konnten es nie sehen, weil es eben unvermutet im Klassenraum stattfindet. Und so laden wir diesmal zu einem entspannten familiären Abendbrot ins Foyer der Pilkentafel ein und nicht ins Klassenzimmer! Lassen Sie es sich schmecken und lassen Sie sich überraschen von der unvermeidlichen amtlichen Intervention. Ein Abend für die ganze Familie, lecker, aufmerksam, grob, lustig, interaktiv, gemeinsam.

Konzept und mit: Elisabeth Bohde, Torsten Schütte

Termine: 13./ 15. April 

Welcome to Wonderland

Party

Wir feiern den Abschluss der Saison, begrüßen den Sommer, verwandeln das Theater in einen Raum der Fantasie: An allen möglichen und unmöglichen Orten finden kleine Performances statt, während auf der Bühne getanzt wird. Schwere Beats beflügeln den Geist und tragen dich ins Reich der unbeschränkten Möglichkeiten. Kunst und Party werden zur Einheit. Phantastische Parallelwelten! Prost polternder Protest! Pirouettendrehender Peter Pan! Pausenloses Paradies! Psychedelische Partyzipation!

Termin: 15.07.2017

Karten-Preise

Preise A:

5,-- € für jeden

Preise B:

20,-- € für Förderer

15,-- € für jeden

10,-- € für Schüler+innen, Student+innen & Sozialpassinhaber+innen

 

Für Schulen:

7,-- € pro Person in Gruppen ab 10 Personen
Nur nach Anmeldung im Büro der Pilkentafel
Tel 0461-24901 / 9-12 Uhr
e.Mail schule(at)pilkentafel.de

Vorverkauf

HIER können Sie Ihre Karten vorbestellen.

 

Außerdem können Sie Ihre Karten an folgenden Vorverkaufstellen erwerben:

SHZ Kundenzentrum

oder

Tourist Info

oder

Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung

 

Es gibt auch immer Restkarten an der Abendkasse.

Freundeskreis Pilkentafel

In der letzten Zeit haben wir sowohl unsere Strukturen verändert, als auch viel über den Kontakt zu Ihnen, den Zuschauer+innen nachgedacht. Wir wollen vor allem eines erreichen: noch mehr Nähe zu Ihnen, den Flensburgern, unseren Freunden. Daher laden wir Sie ein, sich mit uns zu befreunden. Sie signalisieren damit: wir finden es gut, dass die Freien Darstellenden Künste in Flensburg ihren Raum haben und möchten, dass dies so bleibt.

Unterstützen Sie uns durch Ihre Freundschaft mit einem Jahresbeitrag von 50,--€ oder mehr. Als gemeinnützige Kultureinrichtung stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus. 

Oder unterstützen Sie uns durch Ihre Zeit. Für allerhand Aktionen brauchen wir regelmäßig helfende Hände und Multiplikatoren. Setzen Sie sich mit Ihrer Zeit aktiv für uns ein. 

 

So werden Sie Mitglied des Freundeskreises:

- Füllen Sie die Anmeldekarte aus: es gibt sie direkt im Theater
- Senden Sie uns eine e.Mail an freunde(at)pilkentafel.de
- Rufen Sie uns an unter Tel 0461 24901

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit allen Buslinien bis zum ZOB (fahren auch nach Veranstaltungsende und am Wochenende im 30-Minuten-Takt in alle Richtungen) + 10 Minuten Fußweg.

Oder mit Bus Nr. 5 bis Haltestelle Hafendamm (fährt nicht mehr nach Veranstaltungsende)

Parkplätze

Wer mit dem Auto kommt, kann abends mit freundlicher Genehmigung der Versatel den eingezeichneten Versatel-Parkplatz in der Friedastraße nutzen.

Newsletter für Lehrer+innen

Wenn Sie über unsere Angebote für Schulen und Kindergärten informiert bleiben wollen, abonnieren Sie den Newsletter für Lehrer+innen. Benutzen Sie das Formular oder schreiben Sie uns einfach eine e.Mail an: schule(at)pilkentafel.de

Abmelden können die den Newsletter jederzeit, indem Sie uns eine Email an abmeldung(at)flensburgtheater.de schreiben.

Der Nur-So-Da-Chor

ER ist DADA
ER ist nur so DA
ER macht richtig Krach
ER verführt zum Lauschen
ER befreit Stimme und Seele
ER grunzt, stöhnt, jault, piept und brummt
ER stellt keine Anspruch an sich und andere
ER spricht Lautgedichte und Kochrezepte
ER wird von Torsten Schütte dirigiert
ER trifft sich jeden Montag
ER bewegt das Gemüt
ER kostet gar nichts
ER macht Spaß
ER kostet Zeit 

Der NUR-SO-DA Chor ist ein Angebot zum Mitmachen. Sie können einfach kommen und unter der Anleitung von Torsten Schütte gemeinsam mit anderen ihre Stimme ausprobieren. Es gibt keine andere Voraussetzung als Neugierde auf die eigene Stimme (und das heißt immer auch den Körper) und die Lust, Teil einer Gruppe zu sein. Lassen Sie sich überraschen!

Jeden Montag 20:00 – 21:30 Uhr ab 26. September
Kostenlos, aber eine Anmeldung per e.Mail ist gut: info(at)pilkentafel.de

Mit der Klasse in die Pilkentafel

Theater für Kinder und Jugendliche gehörte schon immer zu den Schwerpunkten der Theaterwerkstatt Pilkentafel. Die Junge Pilkentafel  Deshalb spielen wir die abends auf dem Spielplan stehenden Stücke auch als geschlossene Schulaufführungen. Von Dienstag bis Freitag ist das vormittags oder um 14 Uhr zu einem Eintrittspreis von 7,-- pro Person möglich. Im Anschluss an Schulaufführungen bieten wir immer ein Nachgespräch oder die Möglichkeit, etwas auf der Bühne auszuprobieren, an. Auf Anfrage kommen wir auch gern zur Vor- oder Nachbereitung in Ihre Klasse. 

Sie können mit Ihrer Klasse auch zum Gruppenpreis von 7,-- in die Abendaufführungen kommen. 

Schulaufführungen und Gruppenbuchungen sind nicht online möglich! Bitte wenden Sie sich an unser Büro, in dem Zsuzsanna Kiss-Rabata von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr für Buchungen und Terminabsprachen zu erreichen ist. 
Tel 0461-24901

Wenn Sie informiert bleiben wollen: abonnieren Sie den Newsletter für Lehrer+innen! 

Mit der Pilkentafel in die Klasse

Die Hörer

Eine amtliche Intervention

Für Kinder ab 6 Jahren und von der 1. - 6. Klasse

Zwei Mitglieder einer merkwürdigen Behörde, zwei Spezialisten zur Überprüfung akustischer Verhältnisse, Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg, ausführlicher Assistent, betreten unangekündigt den Klassenraum mit einem Wagen voll eigentümlicher Geräte. Sie beginnen mit den verschiedensten Untersuchungen, messen Lautstärken und Leisigkeits-verständnisminimale, schieben Stühle, quietschen mit Kreide, sprechen merkwürdige Texte, überprüfen mit dem Geigenbogen, bringen den Raum zum Klingen und die Kinder zum Lauschen... Nach und nach verwickeln sie die Kinder in ihre Experimente, erkunden mit ihnen die Stille, probieren aus, wie laut man mit Papier rascheln kann, testen, wie laut es ist, wenn alle gleichzeitig reden, und sensibilisieren so die Kinder für das Hören im Allgemeinen und das Aufeinanderhören im Speziellen. Der alltägliche Klassenraum verwandelt sich durch das bloße Hören in einen besonderen, magischen Ort. 

Von und mit: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte
Musikalische Beratung: Matthias Kaul
Texte: Oskar Pastior 

Gewinner des "junge ohren preis 2013" in der Kategorie LabOhr

Die Jury sagt:

„Die Hörer“ ist ein überraschender Lauschangriff auf den ungeordneten, überhörten Lärm im Klassenzimmer. Die Klangforscher sind zwei erfahrenen Theaterpädagogen und Schauspieler Elisabeth Bohde und Torsten Schütte. Die Kinder werden in einer skurrilen Laboratmosphäre mit Geräuschen aus ihrem Klassenzimmer und dadaistischen Texten konfrontiert. Sie sind fasziniert von den Erkenntnissen und werden zu konzentriertem Lauschen verführt. Ein mitreißendes Projekt, das an möglichst vielen Schulen aufgeführt werden sollte.

Dieses Stück kann nur in Schulen gespielt werden!

Der Ablauf: Sie verabreden mit uns einen Termin, an dem wir dann in die Schule kommen und für 3 oder 4 Klassen an einem Vormittag spielen.
Das Stück dauert jeweils eine Schulstunde.

• 3 Aufführungen an einem Vormittag: 350,-- €
• 4 Aufführungen: 450,--€
jeweils plus Fahrtkosten von 0,30 € pro Kilometer

Mögliche Termine für 2017:
• 20.-25. März
• 27.-29. März
• 3.-5. April
• 15.-17. Mai
• 22.-24. Mai

Für alle Buchungen und Fragen erreichen Sie uns zu den Bürozeiten (Mo.-Fr. von 9:00-12:00 Uhr):
Tel.: 0461 24901 oder jederzeit per E-Mail: info@pilkentafel.de

Hier geht es zum Mitschnitt von "Die Hörer": vimeo.com/80256979

 

 

Die Pilkentafel

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist ein vitaler Produktionsort für Darstellende Kunst und damit ein Haus für gesellschaftliche Reflexion. Sie ist politisch und unterhaltend, laut und leise, eigensinnig und poetisch, zart und dickköpfig und uneingeschränkt zeitgenössisch: die hier entwickelten Stücke sind kontrovers, vielseitig, radikal.

Mit jährlich ca. 6 Neuproduktionen, 120 Abendvorstellungen und zusätzlichen Schul- und Kinderaufführungen ist die Pilkentafel ein bedeutender Akteur in der Kulturszene der Stadt Flensburg und in Schleswig-Holstein. Gespielt wird regelmäßig donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr in einer Raumbühne für bis zu 50 Gäste. Durch die Nähe zu den Schauspielern und Performern stellt sich eine hohe Unmittelbarkeit und Intimität ein, die den Inszenierungen ihre besondere Wirkung verleihen. Erreichbar ist das Theater vom ZOB aus fußläufig in 10 Minuten. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich in angenehmer Atmosphäre in anregende Gespräche mit den Künstler*innen und Besuchern verwickeln. Frischer Milchkaffee und gute Weine werden ab 19 Uhr angeboten.

In diversen überregionalen und internationalen Gastspielen und Festival-Besuchen schlägt das Theater immer wieder eine wichtige Brücke vom Hohen Norden in andere Teile der Bundesrepublik und der Welt. Nicht zuletzt, weil die Pilkentafel durch die hier produzierten Stücke ein Ort des kritischen Denkens, des Widerstands, der nicht- kommerziellen Unterhaltung ist und ästhetisch auf der Höhe der aktuellen Zeitgenössischen Darstellenden Kunst agiert.

Das Team

Künstlerische Leitung

Elisabeth Bohde

Elisabeth Bohde (*1957) arbeitet nach ihrem Studium am Institut de Recherche et Formation des Comédien-animateurs in Aix–en-Provence (Frankreich) als Theaterpädagogin, Regisseurin und Schauspielerin, u.a. in Nürnberg, Oldenburg und für den NDR. 1983 gründet sie die Theaterwerkstatt Pilkentafel, die sie bis heute leitet.
Aktuell wirkt sie mit bei
Fuge mit einigen Freiheiten
... (und ich neige sogar zu dieser Übertreibung)
Die Verwandlung
Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum
Am eigenen Leib
Abendbrot mit Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg

Peer Ripberger

Peer Ripberger (*1987) arbeitet nach seinem Studium "Inszenierung der Künste und der Medien" in Hildesheim und Zürich als Regisseur und Performer, u.a. in Eggenfelden, Göttingen und Trier. Seit 2016 gehört er zur Künstlerischen Leitung der Pilkentafel.
Aktuell ist er beteiligt an 
Herakles oder die Kunst der Unzulänglichkeit 
Götzendämmerung. Post-fuck-tische Ergüsse zum Zeitgeschehen

Torsten Schütte

Torsten Schütte (*1961) arbeitet nach seiner Ausbildung als Schauspieler, u.a. in den Musikperformances von Matthias Kaul, aber hauptsächlich in der Pilkentafel, zu deren Ensemble und Leitung er seit 1985 gehört.
Aktuell ist er beteiligt an 
... (und ich neige sogar zu dieser Übertreibung)
Die Verwandlung
Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum
Abendbrot mit Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg
und dem Nur-So-Da-Chor

Ensemble und Gäste

Anaela Dörre

Anaela Dörre (*1989) arbeitet nach ihrem Studium am ASBF in Hamburg als Schauspielerin, u.a. in Berlin, Hamburg und Lüneburg. Seit 2016 ist sie Ensemble-Mitglied der Pilkentafel.
Aktuell ist sie beteiligt an 
Am eigenen Leib
Götzendämmerung. Post-fuck-tische Ergüsse zum Zeitgeschehen

Zsuzsanna Kiss-Rabata

Zsuzsanna Kiss-Rabata arbeitet seit 2016 im Büro der Pilkentafel.

Manuel Melzer

Manuel Melzer (*1985) arbeitet nach seinem Studium "Szenische Künste" in Hildesheim  seit 2016 als Haustechniker und Ensemblemitglied in der Pilkentafel.
Aktuell ist er beteiligt an Ein bisschen mehr muss man schon sehen oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte

Esther Sievers

Esther Sievers arbeitet noch während ihres Studiums "Kultur, Sprache, Medien" in Flensburg an der Pilkentafel, wo sie für die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist.

Lotta Bohde

Lotta Bohde studiert "Szenische Künste" in Hildesheim, nachdem sie in den letzten Jahren immer wieder auf der Bühne der Pilkentafel zu sehen war. In dieser Spielzeit ist sie zu sehen in Am eigenen Leib.

Caroline Heinemann

Caroline Heinemann (*1982) arbeitet nach Ihrem Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim und ihrer Promotion zu den "Produktionsräumen im zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheater" als freie Theatermacherin und Theaterpädagogin u.a. mit Die AZUBIS in Hamburg. Sie ist Mitglied von Theater Kormoran. In dieser Spielzeit ist sie beteiligt an terra culinaria oder Über Essen.

Matthias Kaul

Matthias Kaul (*1949) arbeitet nach seinem Schlagzeug-Studium bei Robert Hinze an der Hamburger Musikhochschule als Schlagzeuger und Komponist, unter anderem in dem Ensemble L’ART POUR L‘ART.  In dieser Spielzeit ist er beteiligt an der Fuge mit einigen Freiheiten.

Dennis Dieter Kopp

Dennis Dieter Kopp (*1986) arbeitete während und nach seinem Studium in Hildesheim als freier Lichttechniker und Performer. Seit November 2016 ist er an der Pilkentafel an Ein bisschen mehr muss man schon sehen oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte beteiligt.

Elisa Priester

Elisa Priester (*1982) arbeitet nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim und Aarhus als Theatermacherin und Theaterpädagogin u.a. in Hannover, Sonderburg (DK) und Flensburg. Sie ist Gründungsmitglied des Theater Kormoran. In dieser Spielzeit ist sie beteiligt an terra culinaria oder Über Essen.

Uwe Schade

Uwe Schade (*1960) studierte Cello bei Tadao Kataoka, Peter Mengel und Karl-Hermann Jellinek. Seit 1986 arbeitet er als freischaffender Musiker, Komponist und Schauspieler in Hamburg. Neben Solo- und Kammerkonzerten spielt und komponiert er für Tanz - und Theater-Produktionen. In dieser Spielzeit ist er zu sehen in ...(und ich neige sogar zu dieser Übertreibung), Die Verwandlung und Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum.

Isabel 'Eazy' Schwenk

Isabel ‚Eazy‘ Schwenk (*1988) arbeitet nach ihrem Studium "Inszenierung der Künste und der Medien" als Performerin und Theaterpädagogin, u.a. als Mitglied der Kollektive Christians//Schwenk sowie Syndikat Gefährliche Liebschaften. In dieser Spielzeit ist sie beteiligt an Ein bisschen mehr muss man schon sehen.

Maren Seidel

Maren Seidel studiert "Szenische Künste" in Hildesheim, nachdem sie in den letzten Jahren immer wieder auf der Bühne der Pilkentafel zu sehen war. In dieser Spielzeit ist sie zu sehen in Am eigenen Leib.

Roy Spahn

Roy Spahn arbeitet nach seinem Kunststudium bei Willi Schmitt als Bühnen- und Kostümbildner, u. a. am Schauspielhaus Hamburg und an den Theatern Kassel, Bremen, Braunschweig, Luzern, Strasbourg und Dessau sowie am Opernhaus Zürich und an der Wiener Staatsoper. In dieser Spielzeit ist er beteiligt an Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum.

Karsten Wiesel

Karsten Wiesel (*1977)  gestaltet das Programm der Flensburger Kurzfilmtage seit 2000. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und ist seit 2007 freischaffender Filmemacher.

Für die Pilkentafel dreht er regelmäßig Trailer und Videos für die Bühne. In dieser Spielzeit ist er beteiligt an ... (und ich neige sogar zu dieser Übertreibung)

Svenja Wolff

Svenja Wolff (*1983) ist seit 2006 bei Theater Kormoran aktiv. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim sowie Gender Studies und Theaterwissenschaften in Bergen, Norwegen. Seit 2010 arbeitet sie als freie Theatermacherin, Performerin, Theaterpädagogin und Yoga-Lehrerin. In dieser Spielzeit ist sie beteiligt an terra culinaria oder Über Essen

Die Förderer der Pilkentafel

Die Partner der Pilkentafel: Kooperationen und Verbände

Die Geschichte der Pilkentafel

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist sowohl Spielstätte als auch Theatergruppe, weshalb hier verschiedene, sich kreuzende Geschichten erzählt werden können:

Die Gruppe

1983 feierte als erste Produktion "Wir werden uns leidenschaftliche lieben" Premiere - damit war zunächst die Gruppe gegründet. In den folgenden 15 Jahren tourte die Theaterwerkstatt Pilkentafel sowohl im Erwachsenen- als auch im Kindertheater mit sehr erfolgreichen Stücken, wie "Waschtag" durch Deutschland und die Welt. Diverse Festivaleinladungen und Preise folgten. Als Mitglied der ASSITEJ und geschätzter Partner des Goetheinstituts regten vor allem die Reisen nach Sarajewo (kurz nach dem Krieg), Israel und Palästina, Mexiko, Indien und dann vor allem Zimbabwe und Südafrika zu einer Beschäftigung mit diesen Kulturen und daraus folgenden Inszenierungen an.

Die Spielstätte

Die Spielstätte der Pilkentafel wurde 1998 in einer alten Schlossereiwerkstatt auf dem eigenen Hinterhof des bisherigen Proben- und Wohnhauses errichtet. Damit veränderte sich auch die künstlerische Arbeit der Gruppe. Zunehmend wurde die Stadt Flensburg mit ihrer Geschichte zum Thema der Inszenierungen. So wurde in "Westliche Höhe" die Nachkriegszeit in der letzten Reichshauptstadt des Naziregimes dokumentarisch aufgedeckt, während die Kolonialgeschichte der Region in "Reisen in ehemaligen Kolonien" kritisch betrachtet wurde. Zusammen mit den zwei-jährlich stattfindenden site-specific-theatre-Projekten, an denen Flensburger Bürger elementar beteiligt sind ("Glück der Sterblichkeit", "Ein ganzes Viertel unter Verdacht" und "Das Flensburger Humankapital"), brachte die Auseinandersetzung mit der Stadt der Theaterwerkstatt Pilkentafel den Kulturpreis Flensburgs ein.

jüngste Veränderungen

In den vergangenen Jahren öffnete sich die Pilkentafel als Spielstätte einer anderen Generation gegenüber. So erarbeitete Theater Kormoran ihr Stück "Rosa / Blau" in der Pilkentafel. Als zweiter Vertreter dieser Generation produzierte Peer Ripberger verschiedene Stücke in der Pilkentafel, bevor er 2016 in die Künstlerische Leitung des Hauses einstieg.

Archiv bisheriger Produktionen

Hier entsteht derzeit ein Archiv, welches die bereits abgespielten Produktionen der Theaterwerkstatt Pilkentafel vorstellt.

Pressespiegel

Pilkentafel erhält 1,2 Millionen Euro Förderung vom Bund

"Das ist eine Sensation für das Freie Theater in Flensburg, jetzt wird uns hier ein Quantensprung gelingen", so Peer Ripberger, Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der Pilkentafel.  

im Flensburger Tageblatt vom 17.11.2016

16. Flensburger Kurzfilmtage - Eine Stadt im Filmfieber

In diesem Jahr haben sich die Kurzfilmtage mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel zusammengetan. Zusätzlich zu dem gewohnten Festivalstandort im Deutschen Haus werden 14 Filme aus dem Festivalprogramm als Kino im Theater präsentiert. An drei Abenden wird in der Theaterwerkstatt eine „lange Nacht mit kurzen Filmen“ veranstaltet, bei der Kurzfilme mit einem bewussten Wechsel der Perspektiven angeschaut werden können.

im Flensburger Tageblatt vom 04.11.2016

Robin Hood: Widerstand in Strumpfhosen

Kritik zu Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen

"Man atmet durch und fühlt mit, wenn das Stück vorüber ist. Es endet versöhnlich, fast idyllisch: Ein junges Paar sitzt vor einem beleuchteten Zelt an einem See. Es ist aber nicht das Happy End einer aufwühlenden Beziehungsgeschichte, sondern die Erschöpfung nach einem wahren Bühnenfuror. In der Theaterwerkstatt Pilkentafel hat die junge Generation mit der aktuellen Inszenierung 'Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen' ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt."

im Flensburger Tageblatt vom 31.10.2016

Robin Hood in der Pilkentafel

Erst Ende Oktober und schon die dritte Premiere! In der Theaterwerkstatt Pilkentafel geben sich Schauspieler und Regisseure die Klinke in die Hand. Am Donnerstag, 27. Oktober, kommt "Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen" mit Anaela Dörre und Peer Ripberger auf die Bühne.

im Flensburger Tageblatt vom 25.10.2016

Herr Sch stellt sein Publikum vor die Wahl

„Kraftakt, ich Kraft, ich Akt.“ Diese Worte sagt Torsten Schütte mehr zu sich selbst als zum Publikum, während er sich gegen die Wand stemmt, an ihr herab gleitet und sich von ihr abstößt. Diese Szene ist der Beginn des zweiten Aktes des Theaterstücks „Herr Sch spricht“. Die Premiere findet am Donnerstag, 13. Oktober, um 20 Uhr in der Theaterwerkstatt Pikentafel statt.

im Flensburger Tageblatt vom 11.10.2016

Mehr Geld für die Freie Kulturszene

Finanzausschuss beschließt höhere Zuschüsse für Pilkentafel, Kühlhaus, Volksbad und Folk-Baltica.

im Flensburger Tageblatt vom 08.10.2016

 

Neue Formen braucht die Werkstatt

Es war Zeit, sich neu zu erfinden. Eine Produktionsstätte, die verschiedenen Ansätzen und Gruppen Raum bietet, stellen sich Bohde und Ripberger nun in der Pilkentafel der Zukunft vor.

in den Kieler Nachrichten vom 07.10.2016

Fette Anklage aus der Pilkentafel

Kritik zu Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!

Im Zusammenspiel mit Lautsprecher- und Leinwandpräsentation prangern die beiden Frauen einen gesellschaftlichen Zwang zur Körperperfektionierung an, stellen sich widersprechende Aussagen über vermeintlich gesundes Verhalten bloß und Vorurteile über dicke Menschen in Frage. „Glaubt ihr wirklich, wir sitzen den ganzen Tag auf dem Sofa und fressen Chips?“, fragt Elisabeth Bode klagend ins Publikum.

im Flensburger Tageblatt vom 18.09.2016

Freie Darstellende Künste: ZUSAMMENWACHSEN

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg wird achtzehn Jahre alt. Endlich volljährig, so die eigene Interpretation - und damit auch Zeit, sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Das Thema Generationenwechsel steht ins Haus - wie bei so vielen Institutionen, die seit den Achtzigern eigene Spielstätten betreiben. Dies ist einer der Gründe, bei weitem jedoch nicht der einzige, warum sich die Gründer*innen Elisabeth Bohde und Torsten Schütte entschieden haben, zur Spielzeit 2016/17 tiefgreifende Strukturveränderungen im eigenen Haus vorzunehmen. Diese wiederum verdienen ein genaueres Hinsehen, denn mit dem, was das Theater am nördlichen Rand Schleswig-Holsteins direkt auf der deutsch-dänischen Grenze in den kommenden Jahren vorhat, könnte es durchaus zum role model werden – und nicht nur für kleine, freie Häuser.

auf theapolis.de vom 14.09.2016

Fettes Theater: Tabu-Thema bei der Pilkentafel

Ein halbes Jahr lang war die Pilkentafel geschlossen. Nun öffnet sie sich wieder - am Donnerstag it 'Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!', das Regisseur Peer Ripberger mit Elisabeth Bohde und Lotta Bohde entwickelt hat.

im Flensburger Tageblatt vom 14.09.2016

Aufmüpfiger Grössenwahn

Die nächste Spielzeit wird zeigen, wie der Generationenwechsel in der freien Szene funktioniert. Auf der Website gibt man sich aufmüpfig schon mal als FlensBurgtheater. Wenn die Schlupflöcher weniger werden, braucht man eben Größenwahn.

in der taz vom 13.09.2016

Goethe Institut: Koproduktionsfonds erstmals vergeben

Das Goethe-Institut fördert mit einem neu aufgelegten Koproduktionsfonds kollaborative Arbeitsprozesse sowie innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch und unterstützt damit neue Netzwerke und Arbeitsformen in der unterkulturellen Zusammenarbeit […]

Added ValEUropa broke down (so we go looking for utopia in Greenland) (AT)
Sermermiut Culture House (Grönland), Theaterwerkstatt Pilkentafel (Deutschland), FarNorth Network (Island/Grönland) und Rheinische Kantorei (Deutschland)

auf theapolis.de vom 31.08.2016

Das Rätsel des grossen P in der Stadt

Es ist der Beginn einer neuen Ära, die junge Generation nimmt das Ruder in die Hand. Die Theaterwerkstatt Pilkentafel macht Ernst und geht in die Vollen: Ab Mitte September wird - erstmals in der Geschichte der Bühne - verlässlich jede Woche donnerstags, freitags und sonnabends gespielt.

im Flensburger Tageblatt vom 24. August 2016

Verjüngungskur

Elisabeth Bohde und Torsten Schütte sind seit Jahrzehnten die Gesichter der Theaterwerkstatt Pilkentafel. Doch diese Ära geht zu Ende. Das neue Gesicht der Pilkentafel ist vielfältiger – und im Schnitt 30 Jahre jünger. Wie berichtet, wollen sich Bohde und Schütte aus den angestammten Rollen als allumfassende Theatermenschen verabschieden. Die neuen Macher stellten sich jetzt erstmals der Öffentlichkeit vor.

im Flensburger Tageblatt vom 1. Juli 2016

Die Pilkentafel wird umgebaut

Das Theater wird volljährig, die Theatertruppe sogar schon 33: An der Pilkentafel im verwinkelten Gängeviertel am Hafen steht eine Zeitenwende bevor. Es war ruhig hier in den letzten Monaten, Theater wurde hier nicht gespielt, stattdessen gegrübelt, geplant, nachgedacht. Jetzt gibt es ein schriftliches Konzept und einen Fahrplan in die Zukunft der Pilkentafel. „Die Stadt Flensburg muss sich entscheiden, ob sie dieses Theater will oder nicht“, sagt Elisabeth Bohde, die die Pilkentafel 1983 gegründet hat und sie bis heute lebt.

Im Flensburger Tageblatt vom 15. Juni 2016

PRESSEMITTEILUNG


14 November 2016

Pilkentafel erhält Transformationsförderung vom Bund

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in der Bereinigungssitzung vom 10. November 2016 zusätzliche 266,8 Mio für Kultur im Jahr 2017 (+19,5%) beschlossen. Das gab der haushaltspolitische Sprecher der SPD, Johannes Kahrs, bekannt. 
Auch die Pilkentafel in Flensburg wurde bedacht. "Das ist eine Sensation für das Freie Theater in Flensburg, jetzt wird uns hier ein Quantensprung gelingen", so Peer Ripberger, Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der Pilkentafel. Er ist das Gesicht des Aufbruchs, der hier seit 2 Jahren konsequent und unter bundesweiter Beachtung strukturell und künstlerisch vorangetrieben wird. 
Der Stadtrat Flensburgs hat dieses Potential erkannt und erst kürzlich eine Erhöhung der Zuwendung um 70% beschlossen - "aus Überzeugung für die Bedeutung von Kultur in der Grenzregion, und weil das Konzept für freie darstellende Künste über Generationen- und Landesgrenzen hinweg in ganz Schleswig-Holstein solitär ist", so Helmut Trost, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Flensburg. 
"Wir haben in unserem Antrag an den Kulturausschuss des Bundestages aufzeigen können, welches Potential aus neuen und bewährten Akteuren sich hier in Flensburg versammelt, und weshalb dieser Transformationsprozess bundesweit bedeutsam ist", so Elisabeth Bohde, die das Theater 1983 gegründet hat und eine wichtige Stimme der bundesweiten Freien Szene ist. Jetzt wolle man den Blick auf europäische Kooperationen richten, und damit an "die internationale Tradition der Pilkentafel anknüpfen: mithilfe des Goethe Instituts haben wir Koproduktionen auf der halben Welt gemacht".
Konkret erhält die Pilkentafel insgesamt bis zu 1,2 Mio über die nächsten 3 Jahre vom Bund. Das so entstehende "Norddeutsche Zentrum für zeitgenössische Darstellende Kunst" unmittelbar auf der deutsch-dänischen Grenze ist emblematisch für eine Kulturpolitik, die die kulturelle Vielfalt bis an den nördlichsten Rand der Republik durchhält. Der Deutsche Kulturrat hatte noch im Sommer eine stärkere Beteiligung des Bundes an kultureller Infrastruktur "in der Fläche" gefordert. Ab 2020 soll der nun mögliche Transformationsprozess in eine EU-Plattformfinanzierung der Pilkentafel mit Partnern, u.a. dem FarNorth Network, münden. 
"Ich bin froh über den Beschluss des Haushaltsausschusses. Ganz Schleswig-Holstein profitiert in seiner kulturellen Attraktivität von dieser Entscheidung für einen pulsierenden Ort für die zeitgenössischen Darstellenden Künste", so Sönke Rix, derzeit zuständiger SPD-Bundestagsabgeordneter für Flensburg, der den Antrag unterstützt hat. Auch die SPD Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien, hatte sich für den Antrag stark gemacht. "Weil Grenzregionen besonders neuralgische Punkte sind, an denen man mit Kultur Signifikantes bewirken kann." 
In der Pilkentafel wird man jetzt darangehen, die "operativen Vorbereitungen zu treffen", so Torsten Schütte, der das Theater gemeinsam mit Bohde seit seinen Anfängen führt. Die Bundesförderung ermöglicht es dem neuen Team der Pilkentafel, den eingeschlagenen Weg und die strukturellen Veränderungen des Change-Prozesses konsequent weiterzuführen. 
"Ein potenter Player für progressive zeitgenössische Performance leuchtet seit heute rot pulsierend auf der Landkarte auf", so die beratende Agentur modul33.org. Sie hat entscheidenden Anteil an dem Change-Prozess des Hauses und dem nun Realität werdenden kulturellen Frühling in Flensburg. 

Kontakt

Im Büro sitzt für Sie von 9 - 12 Uhr:

Zsuzsana Kiss-Rabata
Tel +49 (0)461 24901
info(at)pilkentafel.de

 

Für Presse-Anfragen, wenden Sie sich bitte an:

Esther Sievers
Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel +49 (0)461 24901
esther.sievers(at)pilkentafel.de

 

 ... und für Gastspiel-Anfragen an:

Elisabeth Bohde
Künstlerische Leitung
Tel +49 (0)461 24901
elisabeth.bohde(at)pilkentafel.de

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Theaterwerkstatt Pilkentafel
Pilkentafel 2
24937 Flensburg

Tel 0461/24901
Web www.pilkentafel.de
e.Mail info(at)pilkentafel.de

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