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Premieren

Repertoire

Fett. Mein BMI ist höher als Dein IQ, Bitch

Spätestens als britische Forscher erklärten, die übergewichtigen Menschen seien schuld am Klimawandel, wurde deutlich, dass erneut eine Form der Hexenjagd stattfindet. Die Zielpersonen sind die sogenannten Fetten. Aber was ist dran an den vielen Studien, den angeblichen Folgekrankheiten, den scheinbar horrenden Mehrkosten, die »die Dicken« mit ihrem ungezügelten Appetit verursachen? Wohin bringt uns der permanente Zwang, dünn zu sein? Was folgt politisch aus der Verteufelung der Adipositas? Und wie lebt es sich als »Dicke« in einer solchen Gesellschaft? Leistungsdruck, Selbstoptimierung, wechselnde Diäten. Nicht nur die »Fetten« leiden unter diesen Imperativen. Lotta Bohde und Elisabeth Bohde stellen sich der Normierung des Körpers, verweigern sich ihr, klagen sie an. Sprechen über eigene Erfahrungen, über Fremdbestimmung und kapitalistische Vereinnahmung. Rufen zur Solidarität unter allen Gewichtsklassen auf.

Auf der Bühne: Elisabeth Bohde, Lotta Bohde
Regie: Peer Ripberger

Termine: 15. September (Premiere) 16./23./24./29./30. 9. sowie 1./6./7./8.10.

Kritik im Flensburger Tageblatt vom 18.09.2016: 

"Fette Anklage aus der Pilkentafel"

Im Zusammenspiel mit Lautsprecher- und Leinwandpräsentation prangern die beiden Frauen einen gesellschaftlichen Zwang zur Körperperfektionierung an, stellen sich widersprechende Aussagen über vermeintlich gesundes Verhalten bloß und Vorurteile über dicke Menschen in Frage. „Glaubt ihr wirklich, wir sitzen den ganzen Tag auf dem Sofa und fressen Chips?“, fragt Elisabeth Bode klagend ins Publikum.

Herr SCH spricht

Ein Schauspieler spricht fremde Texte, ist ein Lautsprecher, ein Sprachrohr. Er hat gelernt zusprechen, laut, deutlich, ausdrucksstark. Er eignet sich die fremden Texte an, schmückt sich mit fremden Federn ...
Aber was passiert, wenn er in eigener Sache spricht, seinen eigenen Text? Über sich selbst spricht? Was hat er zu sagen? Hat er was zu sagen? Erheben wir unsere Stimme oder geben wir sie bei Wahlen ab? Wer spricht in wessen Namen? Wer hat hier überhaupt was zu sagen? Nur die da oben? Wo oben? Und wer ist das Volk? Und die Zuschauer? Haben die auch was zu sagen? Und wenn alle sprechen und keiner zuhört? Ist das dann Demokratie?
Torsten Schütte spricht seit mehr als 30 Jahren und in vielleicht 3000 Aufführungen vor, für oder zu Zuschauern. Zeit, diesen Vorgang zu hinterfragen: persönlich, politisch, performativ. Ein Abend quer durch große Texte von Heinrich von Kleist bis Rainald Goetz, mit E-Gitarre und Schubertlied. Eine Auffüh- rung, die wach macht für Zwischentöne und bei der niemand weiß, wer wann spielt und wer echt ist. 

Auf der Bühne: Torsten Schütte
Regie: Elisabeth Bohde

Termine: 13. Oktober (Premiere)
14. / 15. / 20. / 21. / 22.10. 

Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen

Kaum ein Held des Mittelalters hat sich mehr für die Armen eingesetzt. Oder sich so entschlossen von seinen eigenen Privilegien losgesagt, um im Wald eine Form des Urkommunismus zu leben. Wir alle kennen ihn aus Kindheitstagen: Robin Hood. Doch was bleibt, wenn das Kindliche verflogen ist? Wenn das Märchen auf den Neoliberalismus des 21. Jahrhunderts trifft?
Anaela Dörre und Peer Ripberger nehmen sich Robin Hood als Vorbild und starten einen Selbstversuch: in der Natur leben und auf der Straße, den städtischen Raum Flensburgs für künstlerische Interventionen nutzen, sich sozial engagieren und Eigentumsverhältnisse hinterfragen.
Auf der Bühne erzählen sie die Geschichte des Robin Hood und berichten von ihren eigenen Erlebnissen. Zu sehen ist eine Collage aus Märchen und Realität: Videos, Fotos und Fragmente alter Sagen. Aktivismus, Utopien und die Lust auf Abenteuer. Tatendrang, Schlaflosigkeit und Sehnsucht nach politischer Veränderung. Kann der Kampf des Robin Hood im heutigen Flensburg weitergekämpft werden oder verfehlt der Pfeil sein Ziel? 

Auf der Bühne: Anaela Dörre, Peer Ripberger
Konzept: Peer Ripberger

Termine: 27. Oktober (Premiere)
28. / 29.10. sowie
3. / 4. / 5. / 10. / 11. / 12. / 24. / 25. / 26. 11. 

Kritik im Flensburger Tageblatt vom 31.10.2016:

"Robin Hood: Widerstand in Strumpfhosen"

Man atmet durch und fühlt mit, wenn das Stück vorüber ist. Es endet versöhnlich, fast idyllisch: Ein junges Paar sitzt vor einem beleuchteten Zelt an einem See. Es ist aber nicht das Happy End einer aufwühlenden Beziehungsgeschichte, sondern die Erschöpfung nach einem wahren Bühnenfuror. In der Theaterwerkstatt Pilkentafel hat die junge Generation mit der aktuellen Inszenierung 'Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen' ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.

Extras

Vorglühen in der Pilkentafel

Im Anschluss an die Robin-Hood-Aufführungen

Nach den Strapazen unseres Selbstversuchs wollen wir vor allem: besinnungslos gegen die kapitalistische Kackscheiße antanzen. Samstags im Anschluss an die Robin-Hood-Aufführungen laden wir ab 22 Uhr ein: Musik & Cock- tails zum solidarischen Tarif bis
24 Uhr, bevor es in den Club geht. 

Termine: 29.10 sowie 05. / 12. / 26.11.

Ein langer Abend mit kurzen Filmen

Seit dem Jahr 2000 finden jeweils im Herbst die Flensburger Kurzfilmtage im 51 Stufen Kino im Deutschen Haus statt und sind seitdem zu einem festen Bestandteil der Kulturszene geworden. Nun geht es zum ersten Mal außer Haus und wir werden einige Kurzfilme aus dem Festivalprogramm bei uns zeigen. Weil die Pilkentafel aber ein Theater und kein Kino ist – auch wenn die Grenzen fließender werden –, versuchen wir mit Ihnen und euch etwas Neues:
Ein langer Abend mit kurzen Filmen – aber ganz anders als im Kino und auch ganz anders als zu Hause auf dem Sofa. Es könnte zum Beispiel so sein: Sie machen es sich am Boden gemütlich. Sie wechseln auf einen Stuhl. Sind Sie nun aufmerksamer? Andere Zuschauer reden über die Filmmusik. Hören Sie jetzt mehr? Sie kommen in der Pause ins Gespräch. Fühlen Sie sich jetzt anders als ein Teil des Publikums? Ihnen wird etwas zu essen angeboten. Schmeckt es nach dem Film davor? Sie gehen erfüllt nach Hause und träumen einen Kurzfilm.

Das ganze Team der Pilkentafel richtet diesen Abend zusammen an. 

Termine: 17. / 18. / 19. November 

Wer hat meinen kleinen Jungen gesehen?

von Suzanne Van Lohuizen 

Lunter und Kamiel frühstücken, spielen, streiten und fragen sich, wo ihr Junge ist. Haben sie überhaupt ein Kind? Wer hat das Kind verbummelt? Gibt es den Jungen überhaupt? – Suzanne van Louisen spielt in ihrem Text mit Geschlecht, Rollenbildern, Auf- gabenverteilung in der Familie, Erziehung und Freund- schaft. Der Text ist für zwei Männer, die aber anschei- nend ein Kind zusammen haben, hatten, erwarten – also doch keine Männer sind?
Lotta Bohde und Maren Seidel sitzen mit den Zuschauern am Küchentisch der Pilkentafel und spielen mit dem Text, ohne unbedingt Lunter und Kamiel zu sein. Es ist keine Inszenierung sondern eine spielerische Annäherung an das Stück, eine Probe, ein Prozess. 

Auf der Bühne: Lotta Bohde, Maren Seidel 

Termin: 01.Dezember

Das Meer im Bauch. Die ganze Wahrheit über Störtebeker oder was gewesen wäre, wenn...

von Wolfram Hänel 

Das maritime Gegenstück zu Robin Hood ist bekanntlich Klaus Störtebeker. Wolfram Händel erzählt aus der Perspektive einer fiktiven Geliebten des berühmten Seeräubers. Sie blickt zurück auf einen Mann, den sie geliebt, aber auch durchschaut hat. Sie bewundert seine Kraft, seinen Mut, seine Entschlossenheit, aber genauso sieht sie, wie aus dem sozialen, frühkommunistischen Aufbruch »Einer für alle, alle für einen« bald Machtrausch, Gier und ganz normales Verbrechertum wird. Der Text wirft ein ungeschöntes Bild auf das Piratentum des ausgehenden Mittelalters, fern jeder Romantik. Er ist gleichermaßen kraftvoll, poetisch und drastisch. 

Es liest: Elisabeth Bohde

Termin: 02.Dezember

Im Schlaraffenland

Flüsse aus Milch, Honig und Wein. Häuser aus Kuchen. Tiere hüpfen und iegen vorgegart durch die Luft. Überfluss. Muße. Faulsein. Das Schlaraffenland. Land der faulen Affen.
Die Pilkentafel läutet die Adventszeit ein und wird für einen Abend zu diesem märchenhaften Ort, von dessen Vorzügen die verschiedensten Dichter und Erzähler schwärmten. Wir laden Sie ein, faul zu sein, zu genießen, in der Fantasie zu reisen. Geschichten rund um diese sehr alte Utopie werden zerlegt, zubereitet und mund- gerecht serviert. Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie, schlemmen Sie, geben Sie sich der Versuchung hin. Doch passen Sie auf, dass sie sich nicht im Dickicht dieses Landes verlieren... Tipp: essen Sie nicht vorher zu Abend. 

Es servieren: Anaela Dörre, Peer Ripberger

Termin: 03.Dezember

Szenische Vorbereitung Herren

Pictures at an Exercise 

Seit Juli 2012 legte sich Dennis Dieter Kopp für ein Publikum aus einzelnen Besuchern nackt auf ein Kunstfell. In über 300 Aufführungen der 1-on-1- Performance »Let Me Be the Object of Your Desire« sind über 3.000 Fotos entstanden. Nun wollen Manuel Melzer und Dennis D. Kopp die Flut dieser Bilder zum Anlass nehmen, um Fragen nach der Re- präsentation des nackten männlichen Körpers zu stellen. Auf welche Vor-Bilder beziehen sich die Fotografien? Welche Formen von Männlichkeit, von Körper, von Begehren oder Scham wurden angestrebt, abgebildet, hervorge- bracht, umgangen oder ausgesetzt? Wie verhalten sich die Darstellungen zu anderen, hybriden, queeren, uiden und unbestimmbaren Geschlechtlichkeiten? Und welche Bilder ergeben sich im Verhältnis zu den anwesenden Körpern Melzers und Kopps – und des Publikums?

Im Dezember 2016 unterbrechen Melzer und Kopp ihren Probenprozess für drei sehr unterschiedliche Abende, um im Kontakt mit dem Publikum eine Performance zu erarbeiten, die dann im Januar 2017 in der Pilkentafel zu sehen sein wird.

Konzept & auf der Bühne: Dennis Dieter KoppManuel Melzer 

In Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim und Cobratheater.cobra

Termine: 8. / 9. / 10.Dezember (öffentliche Proben)

und 19. / 20. / 21. / 26. / 27. / 28.1. (Performances)

Karten-Preise

Preise A:

5,-- € für jeden

Preise B:

20,-- € für Förderer

15,-- € für jeden

10,-- € für Schüler+innen, Student+innen & Sozialpassinhaber+innen

 

Für Schulen:

7,-- € pro Person in Gruppen ab 10 Personen
Nur nach Anmeldung im Büro der Pilkentafel
Tel 0461-24901 / 9-12 Uhr
e.Mail schule(at)pilkentafel.de

Vorverkauf

HIER können Sie Ihre Karten vorbestellen.

 

Außerdem können Sie Ihre Karten an folgenden Vorverkaufstellen erwerben:

SHZ Kundenzentrum

oder

Tourist Info

oder

Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung

 

Es gibt auch immer Restkarten an der Abendkasse.

Freundeskreis Pilkentafel

In der letzten Zeit haben wir sowohl unsere Strukturen verändert, als auch viel über den Kontakt zu Ihnen, den Zuschauer+innen nachgedacht. Wir wollen vor allem eines erreichen: noch mehr Nähe zu Ihnen, den Flensburgern, unseren Freunden. Daher laden wir Sie ein, sich mit uns zu befreunden. Sie signalisieren damit: wir finden es gut, dass die Freien Darstellenden Künste in Flensburg ihren Raum haben und möchten, dass dies so bleibt.

Unterstützen Sie uns durch Ihre Freundschaft mit einem Jahresbeitrag von 50,--€ oder mehr. Als gemeinnützige Kultureinrichtung stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus. 

Oder unterstützen Sie uns durch Ihre Zeit. Für allerhand Aktionen brauchen wir regelmäßig helfende Hände und Multiplikatoren. Setzen Sie sich mit Ihrer Zeit aktiv für uns ein. 

 

So werden Sie Mitglied des Freundeskreises:

- Füllen Sie die Anmeldekarte aus: es gibt sie direkt im Theater
- Senden Sie uns eine e.Mail an freunde(at)pilkentafel.de
- Rufen Sie uns an unter Tel 0461 24901

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit allen Buslinien bis zum ZOB (fahren auch nach Veranstaltungsende und am Wochenende im 30-Minuten-Takt in alle Richtungen) + 10 Minuten Fußweg.

Oder mit Bus Nr. 5 bis Haltestelle Hafendamm (fährt nicht mehr nach Veranstaltungsende)

Parkplätze

Wer mit dem Auto kommt, kann abends mit freundlicher Genehmigung der Versatel den eingezeichneten Versatel-Parkplatz in der Friedastraße nutzen.

Newsletter für Lehrer+innen

Wenn Sie über unsere Angebote für Schulen und Kindergärten informiert bleiben wollen, abonnieren Sie den Newsletter für Lehrer+innen. Benutzen Sie das Formular oder schreiben Sie uns einfach eine e.Mail an: schule(at)pilkentafel.de

Abmelden können die den Newsletter jederzeit, indem Sie uns eine Email an abmeldung(at)flensburgtheater.de schreiben.

Der Nur-So-Da-Chor

ER ist DADA
ER ist nur so DA
ER macht richtig Krach
ER verführt zum Lauschen
ER befreit Stimme und Seele
ER grunzt, stöhnt, jault, piept und brummt
ER stellt keine Anspruch an sich und andere
ER spricht Lautgedichte und Kochrezepte
ER wird von Torsten Schütte dirigiert
ER trifft sich jeden Montag
ER bewegt das Gemüt
ER kostet gar nichts
ER macht Spaß
ER kostet Zeit 

Der NUR-SO-DA Chor ist ein Angebot zum Mitmachen. Sie können einfach kommen und unter der Anleitung von Torsten Schütte gemeinsam mit anderen ihre Stimme ausprobieren. Es gibt keine andere Voraussetzung als Neugierde auf die eigene Stimme (und das heißt immer auch den Körper) und die Lust, Teil einer Gruppe zu sein. Lassen Sie sich überraschen!

Jeden Montag 20:00 – 21:30 Uhr ab 26. September
Kostenlos, aber eine Anmeldung per e.Mail ist gut: info(at)pilkentafel.de

Mit der Klasse in die Pilkentafel

Theater für Kinder und Jugendliche gehörte schon immer zu den Schwerpunkten der Theaterwerkstatt Pilkentafel. Die Junge Pilkentafel  Deshalb spielen wir die abends auf dem Spielplan stehenden Stücke auch als geschlossene Schulaufführungen. Von Dienstag bis Freitag ist das vormittags oder um 14 Uhr zu einem Eintrittspreis von 7,-- pro Person möglich. Im Anschluss an Schulaufführungen bieten wir immer ein Nachgespräch oder die Möglichkeit, etwas auf der Bühne auszuprobieren, an. Auf Anfrage kommen wir auch gern zur Vor- oder Nachbereitung in Ihre Klasse. 

Sie können mit Ihrer Klasse auch zum Gruppenpreis von 7,-- in die Abendaufführungen kommen. 

Schulaufführungen und Gruppenbuchungen sind nicht online möglich! Bitte wenden Sie sich an unser Büro, in dem Zsuzsanna Kiss-Rabata von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr für Buchungen und Terminabsprachen zu erreichen ist. 
Tel 0461-24901

Wenn Sie informiert bleiben wollen: abonnieren Sie den Newsletter für Lehrer+innen! 

Mit der Pilkentafel in die Klasse

Die Hörer

Eine amtliche Intervention

Für Kinder ab 6 Jahren und von der 1. - 6. Klasse

Zwei Mitglieder einer merkwürdigen Behörde, zwei Spezialisten zur Überprüfung akustischer Verhältnisse, Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg, ausführlicher Assistent, betreten unangekündigt den Klassenraum mit einem Wagen voll eigentümlicher Geräte. Sie beginnen mit den verschiedensten Untersuchungen, messen Lautstärken und Leisigkeits-verständnisminimale, schieben Stühle, quietschen mit Kreide, sprechen merkwürdige Texte, überprüfen mit dem Geigenbogen, bringen den Raum zum Klingen und die Kinder zum Lauschen... Nach und nach verwickeln sie die Kinder in ihre Experimente, erkunden mit ihnen die Stille, probieren aus, wie laut man mit Papier rascheln kann, testen, wie laut es ist, wenn alle gleichzeitig reden, und sensibilisieren so die Kinder für das Hören im Allgemeinen und das Aufeinanderhören im Speziellen. Der alltägliche Klassenraum verwandelt sich durch das bloße Hören in einen besonderen, magischen Ort. 

Von und mit: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte
Musikalische Beratung: Matthias Kaul
Texte: Oskar Pastior 

Gewinner des "junge ohren preis 2013" in der Kategorie LabOhr

Die Jury sagt:

„Die Hörer“ ist ein überraschender Lauschangriff auf den ungeordneten, überhörten Lärm im Klassenzimmer. Die Klangforscher sind zwei erfahrenen Theaterpädagogen und Schauspieler Elisabeth Bohde und Torsten Schütte. Die Kinder werden in einer skurrilen Laboratmosphäre mit Geräuschen aus ihrem Klassenzimmer und dadaistischen Texten konfrontiert. Sie sind fasziniert von den Erkenntnissen und werden zu konzentriertem Lauschen verführt. Ein mitreißendes Projekt, das an möglichst vielen Schulen aufgeführt werden sollte.

Dieses Stück kann nur in Schulen gespielt werden!

Der Ablauf: Sie verabreden mit uns einen Termin, an dem wir dann in die Schule kommen und für 3 oder 4 Klassen an einem Vormittag spielen.
Das Stück dauert jeweils eine Schulstunde.

• 3 Aufführungen an einem Vormittag: 350,-- €
• 4 Aufführungen: 450,--€
jeweils plus Fahrtskosten von 0,30 € pro Kilometer

Die Pilkentafel

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist ein vitaler Produktionsort für Darstellende Kunst und damit ein Haus für gesellschaftliche Reflexion. Sie ist politisch und unterhaltend, laut und leise, eigensinnig und poetisch, zart und dickköpfig und uneingeschränkt zeitgenössisch: die hier entwickelten Stücke sind kontrovers, vielseitig, radikal.

Mit jährlich ca. 6 Neuproduktionen, 120 Abendvorstellungen und zusätzlichen Schul- und Kinderaufführungen ist die Pilkentafel ein bedeutender Akteur in der Kulturszene der Stadt Flensburg und in Schleswig-Holstein. Gespielt wird regelmäßig donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr in einer Raumbühne für bis zu 50 Gäste. Durch die Nähe zu den Schauspielern und Performern stellt sich eine hohe Unmittelbarkeit und Intimität ein, die den Inszenierungen ihre besondere Wirkung verleihen. Erreichbar ist das Theater vom ZOB aus fußläufig in 10 Minuten. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich in angenehmer Atmosphäre in anregende Gespräche mit den Künstler*innen und Besuchern verwickeln. Frischer Milchkaffee und gute Weine werden ab 19 Uhr angeboten.

In diversen überregionalen und internationalen Gastspielen und Festival-Besuchen schlägt das Theater immer wieder eine wichtige Brücke vom Hohen Norden in andere Teile der Bundesrepublik und der Welt. Nicht zuletzt, weil die Pilkentafel durch die hier produzierten Stücke ein Ort des kritischen Denkens, des Widerstands, der nicht- kommerziellen Unterhaltung ist und ästhetisch auf der Höhe der aktuellen Zeitgenössischen Darstellenden Kunst agiert.

Das Team

Künstlerische Leitung

Elisabeth Bohde

Elisabeth Bohde (*1957) arbeitet nach ihrem Studium am Institut de Recherche et Formation des Comédien-animateurs in Aix–en-Provence (Frankreich) als Theaterpädagogin, Regisseurin und Schauspielerin, u.a. in Nürnberg, Oldenburg und für den NDR. 1983 gründet sie die Theaterwerkstatt Pilkentafel, die sie bis heute leitet.
Aktuell wirkt sie mit bei Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch! und bei Herr SCH spricht.

Peer Ripberger

Peer Ripberger (*1987) arbeitet nach seinem Studium "Inszenierung der Künste und der Medien" in Hildesheim und Zürich als Regisseur und Performer, u.a. in Eggenfelden, Göttingen und Trier. Seit 2016 gehört er zur Künstlerischen Leitung der Pilkentafel.
Aktuell ist er beteiligt an Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch! und an Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen.

Torsten Schütte

Torsten Schütte (*1961) arbeitet nach seiner Ausbildung als Schauspieler, u.a. in den Musikperformances von Matthias Kaul, aber hauptsächlich in der Pilkentafel, zu deren Ensemble und Leitung er seit 1985 gehört.
Aktuell ist er beteiligt an Herr SCH spricht und dem Nur-So-Da-Chor

Ensemble und Gäste

Anaela Dörre

Anaela Dörre (*1989) arbeitet nach ihrem Studium am ASBF in Hamburg als Schauspielerin, u.a. in Berlin, Hamburg und Lüneburg. Seit 2016 ist sie Ensemble-Mitglied der Pilkentafel.
Aktuell ist sie beteiligt an Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen.

Zsuzsanna Kiss-Rabata

Zsuzsanna Kiss-Rabata arbeitet seit 2016 im Büro der Pilkentafel.

Manuel Melzer

Manuel Melzer (*1985) arbeitet nach seinem Studium "Szenische Künste" in Hildesheim  seit 2016 als Haustechniker und Ensemblemitglied in der Pilkentafel.
Aktuell ist er beteiligt an Szenische Vorbereitung Herren.

Esther Sievers

Esther Sievers arbeitet noch während ihres Studiums "Kultur, Sprache, Medien" in Flensburg an der Pilkentafel, wo sie für die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist.

Lotta Bohde

Lotta Bohde studiert "Szenische Künste" in Hildesheim, nachdem sie in den letzten Jahren immer wieder auf der Bühne der Pilkentafel zu sehen war. In dieser Spielzeit ist sie zu sehen in Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!.

Dennis Dieter Kopp

Dennis Dieter Kopp (*1986) arbeitete während und nach seinem Studium in Hildesheim als freier Lichttechniker und Performer. Seit November 2016 ist er an der Pilkentafel an Szenische Vorbereitung Herren beteiligt.

Die Förderer der Pilkentafel

Die Partner der Pilkentafel: Kooperationen und Verbände

Die Geschichte der Pilkentafel

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist sowohl Spielstätte als auch Theatergruppe, weshalb hier verschiedene, sich kreuzende Geschichten erzählt werden können:

Die Gruppe

1983 feierte als erste Produktion "Wir werden uns leidenschaftliche lieben" Premiere - damit war zunächst die Gruppe gegründet. In den folgenden 15 Jahren tourte die Theaterwerkstatt Pilkentafel sowohl im Erwachsenen- als auch im Kindertheater mit sehr erfolgreichen Stücken, wie "Waschtag" durch Deutschland und die Welt. Diverse Festivaleinladungen und Preise folgten. Als Mitglied der ASSITEJ und geschätzter Partner des Goetheinstituts regten vor allem die Reisen nach Sarajewo (kurz nach dem Krieg), Israel und Palästina, Mexiko, Indien und dann vor allem Zimbabwe und Südafrika zu einer Beschäftigung mit diesen Kulturen und daraus folgenden Inszenierungen an.

Die Spielstätte

Die Spielstätte der Pilkentafel wurde 1998 in einer alten Schlossereiwerkstatt auf dem eigenen Hinterhof des bisherigen Proben- und Wohnhauses errichtet. Damit veränderte sich auch die künstlerische Arbeit der Gruppe. Zunehmend wurde die Stadt Flensburg mit ihrer Geschichte zum Thema der Inszenierungen. So wurde in "Westliche Höhe" die Nachkriegszeit in der letzten Reichshauptstadt des Naziregimes dokumentarisch aufgedeckt, während die Kolonialgeschichte der Region in "Reisen in ehemaligen Kolonien" kritisch betrachtet wurde. Zusammen mit den zwei-jährlich stattfindenden site-specific-theatre-Projekten, an denen Flensburger Bürger elementar beteiligt sind ("Glück der Sterblichkeit", "Ein ganzes Viertel unter Verdacht" und "Das Flensburger Humankapital"), brachte die Auseinandersetzung mit der Stadt der Theaterwerkstatt Pilkentafel den Kulturpreis Flensburgs ein.

jüngste Veränderungen

In den vergangenen Jahren öffnete sich die Pilkentafel als Spielstätte einer anderen Generation gegenüber. So erarbeitete Theater Kormoran ihr Stück "Rosa / Blau" in der Pilkentafel. Als zweiter Vertreter dieser Generation produzierte Peer Ripberger verschiedene Stücke in der Pilkentafel, bevor er 2016 in die Künstlerische Leitung des Hauses einstieg.

Archiv bisheriger Produktionen

Hier entsteht derzeit ein Archiv, welches die bereits abgespielten Produktionen der Theaterwerkstatt Pilkentafel vorstellt.

Pressespiegel

Pilkentafel erhält 1,2 Millionen Euro Förderung vom Bund

"Das ist eine Sensation für das Freie Theater in Flensburg, jetzt wird uns hier ein Quantensprung gelingen", so Peer Ripberger, Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der Pilkentafel.  

im Flensburger Tageblatt vom 17.11.2016

16. Flensburger Kurzfilmtage - Eine Stadt im Filmfieber

In diesem Jahr haben sich die Kurzfilmtage mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel zusammengetan. Zusätzlich zu dem gewohnten Festivalstandort im Deutschen Haus werden 14 Filme aus dem Festivalprogramm als Kino im Theater präsentiert. An drei Abenden wird in der Theaterwerkstatt eine „lange Nacht mit kurzen Filmen“ veranstaltet, bei der Kurzfilme mit einem bewussten Wechsel der Perspektiven angeschaut werden können.

im Flensburger Tageblatt vom 04.11.2016

Robin Hood: Widerstand in Strumpfhosen

Kritik zu Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen

"Man atmet durch und fühlt mit, wenn das Stück vorüber ist. Es endet versöhnlich, fast idyllisch: Ein junges Paar sitzt vor einem beleuchteten Zelt an einem See. Es ist aber nicht das Happy End einer aufwühlenden Beziehungsgeschichte, sondern die Erschöpfung nach einem wahren Bühnenfuror. In der Theaterwerkstatt Pilkentafel hat die junge Generation mit der aktuellen Inszenierung 'Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen' ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt."

im Flensburger Tageblatt vom 31.10.2016

Robin Hood in der Pilkentafel

Erst Ende Oktober und schon die dritte Premiere! In der Theaterwerkstatt Pilkentafel geben sich Schauspieler und Regisseure die Klinke in die Hand. Am Donnerstag, 27. Oktober, kommt "Das Robin-Hood-Experiment. Widerstand in Strumpfhosen" mit Anaela Dörre und Peer Ripberger auf die Bühne.

im Flensburger Tageblatt vom 25.10.2016

Herr Sch stellt sein Publikum vor die Wahl

„Kraftakt, ich Kraft, ich Akt.“ Diese Worte sagt Torsten Schütte mehr zu sich selbst als zum Publikum, während er sich gegen die Wand stemmt, an ihr herab gleitet und sich von ihr abstößt. Diese Szene ist der Beginn des zweiten Aktes des Theaterstücks „Herr Sch spricht“. Die Premiere findet am Donnerstag, 13. Oktober, um 20 Uhr in der Theaterwerkstatt Pikentafel statt.

im Flensburger Tageblatt vom 11.10.2016

Mehr Geld für die Freie Kulturszene

Finanzausschuss beschließt höhere Zuschüsse für Pilkentafel, Kühlhaus, Volksbad und Folk-Baltica.

im Flensburger Tageblatt vom 08.10.2016

 

Neue Formen braucht die Werkstatt

Es war Zeit, sich neu zu erfinden. Eine Produktionsstätte, die verschiedenen Ansätzen und Gruppen Raum bietet, stellen sich Bohde und Ripberger nun in der Pilkentafel der Zukunft vor.

in den Kieler Nachrichten vom 07.10.2016

Fette Anklage aus der Pilkentafel

Kritik zu Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!

Im Zusammenspiel mit Lautsprecher- und Leinwandpräsentation prangern die beiden Frauen einen gesellschaftlichen Zwang zur Körperperfektionierung an, stellen sich widersprechende Aussagen über vermeintlich gesundes Verhalten bloß und Vorurteile über dicke Menschen in Frage. „Glaubt ihr wirklich, wir sitzen den ganzen Tag auf dem Sofa und fressen Chips?“, fragt Elisabeth Bode klagend ins Publikum.

im Flensburger Tageblatt vom 18.09.2016

Freie Darstellende Künste: ZUSAMMENWACHSEN

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg wird achtzehn Jahre alt. Endlich volljährig, so die eigene Interpretation - und damit auch Zeit, sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Das Thema Generationenwechsel steht ins Haus - wie bei so vielen Institutionen, die seit den Achtzigern eigene Spielstätten betreiben. Dies ist einer der Gründe, bei weitem jedoch nicht der einzige, warum sich die Gründer*innen Elisabeth Bohde und Torsten Schütte entschieden haben, zur Spielzeit 2016/17 tiefgreifende Strukturveränderungen im eigenen Haus vorzunehmen. Diese wiederum verdienen ein genaueres Hinsehen, denn mit dem, was das Theater am nördlichen Rand Schleswig-Holsteins direkt auf der deutsch-dänischen Grenze in den kommenden Jahren vorhat, könnte es durchaus zum role model werden – und nicht nur für kleine, freie Häuser.

auf theapolis.de vom 14.09.2016

Fettes Theater: Tabu-Thema bei der Pilkentafel

Ein halbes Jahr lang war die Pilkentafel geschlossen. Nun öffnet sie sich wieder - am Donnerstag it 'Fett. Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!', das Regisseur Peer Ripberger mit Elisabeth Bohde und Lotta Bohde entwickelt hat.

im Flensburger Tageblatt vom 14.09.2016

Aufmüpfiger Grössenwahn

Die nächste Spielzeit wird zeigen, wie der Generationenwechsel in der freien Szene funktioniert. Auf der Website gibt man sich aufmüpfig schon mal als FlensBurgtheater. Wenn die Schlupflöcher weniger werden, braucht man eben Größenwahn.

in der taz vom 13.09.2016

Goethe Institut: Koproduktionsfonds erstmals vergeben

Das Goethe-Institut fördert mit einem neu aufgelegten Koproduktionsfonds kollaborative Arbeitsprozesse sowie innovative Produktionen im internationalen Kulturaustausch und unterstützt damit neue Netzwerke und Arbeitsformen in der unterkulturellen Zusammenarbeit […]

Added ValEUropa broke down (so we go looking for utopia in Greenland) (AT)
Sermermiut Culture House (Grönland), Theaterwerkstatt Pilkentafel (Deutschland), FarNorth Network (Island/Grönland) und Rheinische Kantorei (Deutschland)

auf theapolis.de vom 31.08.2016

Das Rätsel des grossen P in der Stadt

Es ist der Beginn einer neuen Ära, die junge Generation nimmt das Ruder in die Hand. Die Theaterwerkstatt Pilkentafel macht Ernst und geht in die Vollen: Ab Mitte September wird - erstmals in der Geschichte der Bühne - verlässlich jede Woche donnerstags, freitags und sonnabends gespielt.

im Flensburger Tageblatt vom 24. August 2016

Verjüngungskur

Elisabeth Bohde und Torsten Schütte sind seit Jahrzehnten die Gesichter der Theaterwerkstatt Pilkentafel. Doch diese Ära geht zu Ende. Das neue Gesicht der Pilkentafel ist vielfältiger – und im Schnitt 30 Jahre jünger. Wie berichtet, wollen sich Bohde und Schütte aus den angestammten Rollen als allumfassende Theatermenschen verabschieden. Die neuen Macher stellten sich jetzt erstmals der Öffentlichkeit vor.

im Flensburger Tageblatt vom 1. Juli 2016

Die Pilkentafel wird umgebaut

Das Theater wird volljährig, die Theatertruppe sogar schon 33: An der Pilkentafel im verwinkelten Gängeviertel am Hafen steht eine Zeitenwende bevor. Es war ruhig hier in den letzten Monaten, Theater wurde hier nicht gespielt, stattdessen gegrübelt, geplant, nachgedacht. Jetzt gibt es ein schriftliches Konzept und einen Fahrplan in die Zukunft der Pilkentafel. „Die Stadt Flensburg muss sich entscheiden, ob sie dieses Theater will oder nicht“, sagt Elisabeth Bohde, die die Pilkentafel 1983 gegründet hat und sie bis heute lebt.

Im Flensburger Tageblatt vom 15. Juni 2016

PRESSEMITTEILUNG


14 November 2016

Pilkentafel erhält Transformationsförderung vom Bund

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in der Bereinigungssitzung vom 10. November 2016 zusätzliche 266,8 Mio für Kultur im Jahr 2017 (+19,5%) beschlossen. Das gab der haushaltspolitische Sprecher der SPD, Johannes Kahrs, bekannt. 
Auch die Pilkentafel in Flensburg wurde bedacht. "Das ist eine Sensation für das Freie Theater in Flensburg, jetzt wird uns hier ein Quantensprung gelingen", so Peer Ripberger, Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der Pilkentafel. Er ist das Gesicht des Aufbruchs, der hier seit 2 Jahren konsequent und unter bundesweiter Beachtung strukturell und künstlerisch vorangetrieben wird. 
Der Stadtrat Flensburgs hat dieses Potential erkannt und erst kürzlich eine Erhöhung der Zuwendung um 70% beschlossen - "aus Überzeugung für die Bedeutung von Kultur in der Grenzregion, und weil das Konzept für freie darstellende Künste über Generationen- und Landesgrenzen hinweg in ganz Schleswig-Holstein solitär ist", so Helmut Trost, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Flensburg. 
"Wir haben in unserem Antrag an den Kulturausschuss des Bundestages aufzeigen können, welches Potential aus neuen und bewährten Akteuren sich hier in Flensburg versammelt, und weshalb dieser Transformationsprozess bundesweit bedeutsam ist", so Elisabeth Bohde, die das Theater 1983 gegründet hat und eine wichtige Stimme der bundesweiten Freien Szene ist. Jetzt wolle man den Blick auf europäische Kooperationen richten, und damit an "die internationale Tradition der Pilkentafel anknüpfen: mithilfe des Goethe Instituts haben wir Koproduktionen auf der halben Welt gemacht".
Konkret erhält die Pilkentafel insgesamt bis zu 1,2 Mio über die nächsten 3 Jahre vom Bund. Das so entstehende "Norddeutsche Zentrum für zeitgenössische Darstellende Kunst" unmittelbar auf der deutsch-dänischen Grenze ist emblematisch für eine Kulturpolitik, die die kulturelle Vielfalt bis an den nördlichsten Rand der Republik durchhält. Der Deutsche Kulturrat hatte noch im Sommer eine stärkere Beteiligung des Bundes an kultureller Infrastruktur "in der Fläche" gefordert. Ab 2020 soll der nun mögliche Transformationsprozess in eine EU-Plattformfinanzierung der Pilkentafel mit Partnern, u.a. dem FarNorth Network, münden. 
"Ich bin froh über den Beschluss des Haushaltsausschusses. Ganz Schleswig-Holstein profitiert in seiner kulturellen Attraktivität von dieser Entscheidung für einen pulsierenden Ort für die zeitgenössischen Darstellenden Künste", so Sönke Rix, derzeit zuständiger SPD-Bundestagsabgeordneter für Flensburg, der den Antrag unterstützt hat. Auch die SPD Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien, hatte sich für den Antrag stark gemacht. "Weil Grenzregionen besonders neuralgische Punkte sind, an denen man mit Kultur Signifikantes bewirken kann." 
In der Pilkentafel wird man jetzt darangehen, die "operativen Vorbereitungen zu treffen", so Torsten Schütte, der das Theater gemeinsam mit Bohde seit seinen Anfängen führt. Die Bundesförderung ermöglicht es dem neuen Team der Pilkentafel, den eingeschlagenen Weg und die strukturellen Veränderungen des Change-Prozesses konsequent weiterzuführen. 
"Ein potenter Player für progressive zeitgenössische Performance leuchtet seit heute rot pulsierend auf der Landkarte auf", so die beratende Agentur modul33.org. Sie hat entscheidenden Anteil an dem Change-Prozess des Hauses und dem nun Realität werdenden kulturellen Frühling in Flensburg. 

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