Mein kleiner Zeh war ein Wort - Yoko Tawada

„...ja, es ist wirklich ungewöhnlich, dass das Haus verschwunden ist. Aber uns geht es erstaunlich gut...“, erzählen Vater und Mutter.

Der Verlust wird zu einem Gewinn, denn die Familie richtet sich neu ein in einer Welt aus Sprache, ist befreit von den Gewohnheiten und dem Gewöhnlichen, kann sich nun den wichtigen Fragen stellen:

Ob Wasser in dem Wort Dusche fließt? Warum man Zeh nicht C schreibt? Wie der Gast ein Haus betritt, wenn keine Tür da ist? Ob man auch ohne Lust lernen kann und ob der Adler lieber ein Hase wäre?

Der Text behandelt alles mit Leichtigkeit – auch die Abgründe – ist konkret und zugleich philosophisch, lässt den Gedanken der Zuschauer Raum, sperrt keine Bedeutung in den Wörtern ein. Zu jedem Buchstaben des Alphabets gibt es eine Szene, bis schließlich „die ganze Sprache“ am Himmel im Bühnenhintergrund hängt.

Die japanisch-deutsche Schriftstellerin Yoko Tawada lässt uns an ihrer Verwunderung über unsere Sprache und Schrift teilhaben, bis sie uns wunder-bar wird.

2010 hat sie "Mein kleiner Zeh war ein Wort", diesen wundervollen und außergewöhnlichen Text, für die Theaterwerkstatt Pilkentafel geschrieben.

 

Es spielen: Elisabeth Bohde, Torsten Schütte

 

Musik: Matthias Kaul

 

Raum: Roy Spahn

 

Kostüme: Gesine Hansen  

 

8./ 9./ 15./ 16./ 17. Februar

 

Schulaufführungen: 12./ 13./ 14./ 15./ 16. Februar

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