Zustimmung - Widerspruch: Herr SCH spricht

Demokratie, das ist doch Wählen, das heißt doch die Stimme abgeben. Und wo ist sie dann? Ist das Demokratie, wenn ein anderer in unserem Namen spricht und wir stumm sind? Oder wollen wir unsere Stimme erheben - widersprechen. Haben wir was zu sagen oder dürfen wir nur sprechen? Und wenn alle sprechen und keiner zuhört, ist das dann  Demokratie?
Und wie ist das im Theater? Schauspieler sprechen und Zuschauer hören zu. Stimmen also zu?  Die Schauspieler sprechen fremde Texte, sind Lautsprecher, Sprachrohr, Medium. Aber Herr SCH spricht in eigener Sache. Torsten Schütte befragt sein eigenes öffentliches und privates Sprechen, Widersprechen und Schweigen. Persönlich, politisch, performativ.
Dabei bedient er sich wieder fremder Texte von Heinrich Kleist über Hugo Ball bis Rainald Goetz. Er setzt sich ins Licht mit E-Gitarre und Schubertlied, Anzug und Motorradhelm, Notenständer und Kopfstand, er provoziert Zustimmung und Widerspruch.

Auf der Bühne: Torsten Schütte

Regie: Elisabeth Bohde

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