Kleinere Melancholien - ein mehrstimmig-solistisches Konzert

 

Der Engel auf Dürers so berühmtem wie rätselhaftem Bild „Melencholia!“ tut nichts. Melancholie ist Innehalten, Zu- sich-kommen, zu unserer Begrenztheit, Sterblichkeit, Unvollkommenheit. Melancholie ist immer ein Ausstieg aus dem Getriebe der Welt, den Sachzwängen, der manischen Aktivität, in der wir immer effizienter und dabei auch gut gelaunt sein müssen. Melancholie kann Inspiration, Muße oder Widerstand sein.

So wie in einem Konzert versammelt dieser Abend mehrere, voneinander unabhängige Kompositionen, Szenen, Reflektionen, Melancholien. Dieser Abend überschreitet konstant  die Grenzen zwischen Musik und Theater und bleibt dabei bescheiden, skizzenhaft, flüchtig, immer Annäherung und nie Behauptung.

Und so wie Dürers Melencholia Flügel hat, kann man nur mit – nie gegen – die Schwerkraft fliegen, gibt es Schönheit nicht ohne Traurigkeit.

Joachim Pohl schrieb anlässlich der Premiere im Mai:

„[...] Eines der absoluten Highlights des Pilkentafel-Schaffens der letzten Jahre – unbedingt sehens-

und hörenswert.“ (Flensburger Tageblatt)

 

Von und mit: Elisabeth Bohde, Torsten Schütte

Komposition: Matthias Kaul, Trond Reinholdtsen

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